Städtetrip nach Wien mit Hund

Städtetrip nach Wien mit Hund

23. Februar 2018 0 Von Joana

Letztes Wochenende haben wir einen Städtetrip nach Wien gemacht und möchten euch hier davon berichten.
Wo haben wir übernachtet, was mussten wir mit Hund beachten, was konnten wir mit Hund machen und was konnten wir nicht machen. Wo kann man gut spazieren gehen und was ist wichtig zu wissen, wenn man mit Hund verreisen möchte.

Österreichische Nationalbibliothek

Wien ist eine wunderschöne Stadt, alte, imposante Gebäude, Schlösser, Parks und Anlagen. Die Spanische Hofreitschule mit den weißen Hengsten, das Schloss Schönbrunn mit der riesigen Parkanlage, das Riesenrad im Prater mit dem wunderschönen Ausblick, kleine verwinkelte Gassen und gutes Essen. Wundervoll für einen Kurztrip mit dem Liebsten oder der Liebsten und um das Glück perfekt zu machen, darf natürlich auch der vierbeinige Begleiter nicht fehlen!

Wir hatten mit Bounty dort eine sehr schöne Zeit und wir sind alle auf unsere Kosten gekommen. Allerdings muss man bedenken, dass Städtetrips nicht gerade die besten Möglichkeiten bieten um mit Hund Urlaub zu machen. In Städten muss der Hund eben hauptsächlich an der Leine gehen, kann weniger freilaufen und spielen und muss vielleicht auch mal im Hotel alleine Bleiben, wenn er zu einer Sehenswürdigkeit nicht mit darf.

Infos Vorab:

Vorab möchte ich einige Dinge erwähnen, die mir aufgefallen sind und die meiner Meinung nach sehr wichtig zu bedenken sind, um für sich zu entscheiden ob Wien der geeignete Urlaubsort ist.

  • In Wien ist Leinen- oder Maulkorbpflicht (außer an speziell gekennzeichneten Hunde-Freilaufzonen)
  • Der Hund muss vielerorts zusätzlich zur Leine einen Maulkorb tragen:
    • In den öffentlichen Verkehrsmitteln
    • In manchen Restaurants, Cafés und Hotels
    • An stark besuchten öffentlichen Plätzen
    • Bei Attraktionen / Sehenswürdigkeiten (wenn der Hund denn dorthin mit darf)
    • Der Maulkorb sollte einfach immer mitgeführt werden, wenn man das Hotel mit Hund verlässt

Ist der eigene Hund an einen Maulkorb gewöhnt? Kennt er das und lässt er den Maulkorb an oder versucht er ihn herunter zu ziehen? Bedeutet es großen Stress für den Hund?

  • Hunde dürfen nicht mit in Museen
  • Am Schloss Schönbrunn sind keine Hunde erlaubt
  • In das Riesenrad darf man Hunde mitnehmen (mit Maulkorb)
  • In die Spanische Hofreitschule dürfen Hunde nicht mit
  • In den Restaurants und Cafés in denen wir waren wurden wir nicht auf einen Maulkorb hingewiesen
  • Für eine Reise ins Ausland sind die gültigen Impfungen nötig und der Impfausweis muss mitgeführt werden

Nun aber zu unserem Urlaub

Auf dem Weg dorthin kommt man an der puren Natur vorbei, an Wäldern und Wiesen soweit das Auge reicht. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen und haben einen Abstecher in die Österreichischen Wälder gemacht um die Natur zu genießen bevor es in die Stadt nach Wien ging. Wo genau das war, kann ich leider nicht mehr sagen, da wir einfach irgendwann von der Autobahn abgefahren sind und an einem Waldrand geparkt haben.

 

Nach einer guten Stunde ging es dann mit einem müden und schmutzigen Hund wieder auf die Autobahn.

Am frühen Nachmittag waren wir dann in Wien angekommen und haben in unser Hotel, Motel One eingecheckt. Direkt zu Beginn wurden wir darauf hingewiesen, dass der Hund beim längeren Aufenthalt in den Gemeinschaftsräumen (Empfangshalle und Frühstücksraum) einen Maulkorb tragen muss.

Wir wurden aber nie angemahnt als Bounty den Maulkorb nicht aufhatte und wir kurz in der Wartehalle standen oder wir im Aufzug waren. Ich denke hier handelte es sich vorallem um eine Formalie.

Im Motel One zahlten wir pro Nacht 5,00€ mehr für Bounty, das fand ich vollkommen in Ordnung.

Am selben Abend sind wir noch in Richtung Prater gegangen und haben Wien im dunklen bestaunt. Prater Park, die Trabrennbahn, das Fußballstadion und das Riesenrad konnten wir an dem Abend noch finden und etwas ansehen. Mit dem Riesenrad sind wir sogar gefahren und wenn keine anderen Menschen in dem Abteil gewesen wären, hätten wir den Maulkorb auch nicht aufziehen müssen.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Zug in die Innenstadt gefahren und haben dort einige Kilometer zurückgelegt. Bei der Österreichischen Nationalbibliothek durfte Bounty auch in einer kleinen, eingezäunten Freilaufzone etwas spielen, sonst war eher Leinenpflicht angesagt.
Da wir mit Hund unterwegs waren sind wir seltener in die öffentlichen Verkehrsmittel gestiegen, sondern haben uns öfter Zu Fuß durchgekämpft, was uns an einige schöne Orte gebracht hat.
Am Nachmittag sind wir dann auf die Donauinsel gefahren und haben Bounty dort laufen lassen. Wegen dem kalten Wetter haben wir kaum andere Menschen getroffen und wir konnten in Ruhe mit Bounty spielen und toben. Trotzdem das Bounty nicht besonders viel frei laufen durfte war sie am Abend dann todesmüde und ist sehr schnell in ihrer Box eingeschlafen.

Sonntag in der Früh habe ich direkt eine kleine Runde mit Bounty gedreht, da wir eine Vorführung in der Spanischen Hofreitschule ansehen wollten, wo Hunde leider nicht erlaubt waren. Somit war der Vormittag für sie eher nochmal zum Erholen da, bis wir uns mittags auf den Heimweg machten.