StongDog wild & dirty South 2018

StongDog wild & dirty South 2018

9. April 2018 0 Von Joana

Das Training hat sich eindeutig gelohnt!

100% Spaß, 100% Teamwork, 100% Wiederholungsbedarf

Am 31. März und 1. April 2018 wurde es ernst für die Canicrosser im Süden Deutschlands. Der StrongDog wild & dirty wurde auf dem Geländeparcour von Gut Matheshof ausgetragen und wir waren dabei!  
Anfang des Jahres habe ich mir in den Kopf gesetzt mit Bounty mehr Canicross zu machen und das geht ja bekanntlich am besten, wenn man sich Ziele setzt! Somit fiel mir die Entscheidung nicht schwer und ich habe uns für den 5 km Run beim StrongDog in Kreuth/Rieden angemeldet. Urkunde StrongDog

Die Vorbereitung

Da ich nie viel gelaufen bin, sondern fast immer das Fahrrad bevorzugte, muss ich mich nun ganz schön ranhalten und viel trainieren. Mit biegen und brechen hatte ich 3 km hinbekommen, aber in ca. 2 Monaten sollte ich 5 km + ca. 20 Hindernisse überwinden können.
Ich habe seither ca. 3-4 mal in der Woche trainiert, mal mehr mal weniger. Bounty habe ich ca. jedes 2. mal angespannt, sie kannte das alles ja bereits vom Bikejöring, allerdings in anderen Geschwindigkeiten.
Vorallem zu Beginn war es für Bounty komplett unverständlich warum wir  jetzt nicht mehr mit unseren 25 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit rumpesen konnten und sie ist viel rückwärts vor mir her gesprungen, hat gebellt und gejauchzt, aber nicht gezogen. Beim Canicrossen war es für mich am angenehmsten, wenn sie im Trab gleichmäßig vor mir her lief. Was für meine kleine Rennsemmel garnicht so einfach war. 😉
Von diesem Rennen erwartete ich keine großen Erfolge, es war rein der Spaß an der Freude warum wir mitmachten und die Neugierde mal etwas neues zu versuchen.

StrongDog Wild&Dirty run

Der große Tag

Am 01.04.2018 war es dann endlich soweit und unser großer Tag war gekommen. Am vorherigen Tage hatte ich selbstverständlich bereits alle Sachen gepackt und ins Auto gebracht, damit wir am Sonntag direkt losstarten konnten.
Der Wecker klingelte um 5 Uhr morgens und um 5:45 war Abfahrt angesagt, dann hatten wir ca. 2 Stunden Fahrt vor uns.
Dort angekommen mussten wir zuallererst zum Tierarzt-Check, dort wurde Bountys Imfpausweis kontrolliert, der Chip ausgelesen und der Tierarzt sah sie sich kurz an. Anschließend durften wir zur Anmeldung.
Um 8 Uhr gab es dann ein kurzes Meeting und anschließend gingen wir noch einen Teil der Strecke zufuß ab und ich zeigte Bounty ein paar der Hindernisse.
Der erste Starter lief um 9 Uhr los, das ließen wir uns natürlich nicht entgehen.StrongDog Wild&Dirty

Das Rennen

Um kurz vor 10 Uhr fing ich an uns umzuziehen und Bounty und mich aufzuwärmen.

Und um 10:23 Uhr hieß es dann auch für uns: Auf die Plätze, fertig, LOS!

Da ich (für Bountys empfinden 😉 ) nicht schnell genug war, ist Bounty mal wieder rückwärts gestartet und gerannt. Die ersten beiden Hindernisse waren Strohballen „Treppen“, bei denen wollte Bounty zuerst mal vorbei, das wäre theoretisch ja auch schneller als drüber klettern. 😀
Aber nach einer kurzen Anweisung von mir, wusste sie bescheid und ist schnurstracks drüber gehüpft. 
Kurz vor den Hindernissen habe ich Bounty meistens ganz nah zu mir geholt, sodass wir gleichzeitig abgesprungen sind. Bei dem ersten Sprung, beidem wir unten durch mussten, war ich schon gespannt wie Bounty es meistert. Sie kannte das schließlich nicht wirklich, mit mir solche Hindernisse zu überwinden. Ich holte sie nah zu mir, gab ihr das Kommando „Platz“, ging selbst auf die Knie und hielt sie am Geschirr fest während wir dann zusammen auf allen Vieren unter dem Hindernis durch krabbelten. Sie machte es großartig! Ich war (und bin) wahnsinnig stolz auf sie!

Bounty orientierte sich super an mir und kurz vor jedem Hindernis sah sie nach mir um zu warten welches Kommando ich ihr nun geben würde, „hopp“ oder „unten“. 
Es ging buchstäblich über Stock und Stein, ein gutes Stück an einem Waldrand entlang und dort auch bergab und bergauf. Dann kam das erste Hindernis mit Netz und Plane, bei dem Bounty und ich wirklich durch den Matsch mussten. Ich gab ihr wieder das Kommando „Platz“und wir robbten unter dem Netz durch. Auch hier tat Bounty als hätten wir das schon mehrfach zusammen geübt, obwohl es genau das zweite mal war, dass sie so etwas gemacht hat.
Auch die weitern Hindernisse haben wir gemeinsam gemeistert.
Einen Wassergraben mussten wir auch zusammen überwinden und nach einem kleinen Sprung über einen Baumstamm ging es direkt ins Nasse! Bounty rannte ohne zu zögern durch und durch das kühle Nass, konnten wir uns etwas abkühlen.
Da man während den Hindernissen nicht überholen darf, mussten wir bei drei aufeinander folgenden Sprüngen etwas warten und ich hatte Zeit etwas durchzuschnaufen.

Auf dem Trail waren zwei Wasserstellen zum Trinken für die Hunde aufgebaut, welche Bounty gekonnt ignoriert hatte. Bei der ersten Wasserstelle zeigte ich ihr noch die Bottiche und sagte ihr, sie solle etwas trinken, was sie natürlich nicht machte, kein Zeit dafür während dem Rennen… Naja ein versuch war es wert. 😉

StrongDog Wild&Dirty run
Allgemein war die Strecke recht hügelig und es gab weniger Flache Laufstrecken, jedoch waren es eigentlich keine großen Berge, bis auf einer…
Ca. 20 Meter ging ein sehr steiler Hügel nach oben, den wir bis zur hälfte laufen konnten, aber den Rest mussten wir im Schritt nach oben gehen. Der Berg war relativ am Ende der Strecke und ich war trotzdem sehr stolz auf uns, dass wir diesen doch ein Stück laufen konnten. Hier haben wir auf jeden Fall Zeit gewonnen.
Die weitere Strecke verlief auch reibungslos und insgesamt konnten wir 4 andere Teams überholen.

Bei dem letzt Überholmanöver bündelte ich nochmal all meine Kraft und legte auf den letzten Metern einen Sprint hin.  Das war kurz vor dem letzten Hindernis und ich musste mich entscheiden: entweder ich bleibe bei dem Tempo, hole dann aber die Teilnehmerin vor mir, bei den letzten Strohballen ein und werde bei dem Hindernis ausgebremst da ich dort nicht überholen darf, oder ich versuche jetzt noch an ihr vorbei zu sprinten und das Hindernis vor ihr zu erwischen.
Bounty hat nochmal das Kommando bekommen gas zu geben und ich habe zum Sprint angesetzt! StrongDog Wild&Dirty last one
Überglücklich und stolz wie Oskar sind wir dann im Ziel eingetroffen! 5 km und 20 Hindernisse später, haben wir den 4. Platz belegt. Wir haben 26:02.3 Minuten gebraucht und haben somit meine Schätzung mit ca. 40 Minuten weit unterboten.

Ich möchte mich hier nochmal herzlich für dieses Ereignis bedanken und kann es jedem wirklich nur empfehlen!
Es ist super organisiert und macht einfach einen heiden Spaß. Ich werde das nächste mal garantiert wieder dabei sein!

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